Der Koch verlässt die Kombüse
Dienstag, 25.Mai 2010 von Jusos
David Grünewald, SPD Hünfeld kommentiert den geplanten Rücktritts Roland Koch:
Roland Koch geht. Endlich darf Hessen wieder hoffen, dass der wohl rechteste Landesverband der CDU, seinen Aufpeitscher („Wer sich als Ausländer nicht an unsere Regeln hält, ist hier fehl am Platz“ oder „Ypsilanti, Al-Wazir und die Kommunisten stoppen!“) verliert und zu einer Politk findet, die dem Land nicht ständig schadet.
Wir erinnern uns an Koch, der ausgerechnet Bildungsetats kürzte, Studiengebühren einführte und keine Betreuungseinrichtungen für Kleinkinder wollte. Koch war es, der die jungen Gymnasiasten ins G8 jagte. Wir blicken zurück auf einen Flughafenausbau, der die Bürger im Rhein-Main-Gebiet mit noch mehr Lärm und Nachtflügen belastet. Wir wissen, wer Unterschriften gegen die doppelte Staatsbürgerschaft sammelte, Spendenaffären verantwortete und die Freien Wähler kaufen wollte. Jeder weiß, dass es Koch ist, der neue Kernkraftwerke in Hessen bauen will und Biblis für ungefährlich hält.
Doch wohin verschwindet der unsympathischste Ministerpräsident, den man sich vorstellen kann? Koch hat angekündigt, in die Wirtschaft zu gehen. Gespannt warte ich darauf, welches Unternehmen den Mann beschäftigen wird, mit dem er sicher auch schon als „Landesvater“ zusammengearbeitet hat. Ist es das Rhön-Klinikum (Universitätsklinikum Gießen und Marburg), Serco Group (JVA Hünfeld) oder doch gleich Fraport? Spätestens in drei Monaten wissen wirs.










Er hat sich ein bisschen länger Zeit gelassen. Dafür, dass er jetzt bis zu zehn mal mehr als der MP verdient, haben sich die Sommerferien für den Roland voll gelohnt.
http://www.bilfingerberger.de/de/Presse/Pressenotizen/2010/Roland-Koch-wird-neuer-Vorstandsvorsitzender-von-Bilfinger-Berger