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Pro Reli – oder doch contra?

Sonntag, 26.April 2009 von Thomas Weber

Aktuelles, Landespolitik

Heute wird in Berlin ein Volksentscheid über die Frage, ob Religion ein neben Ethik gleichberechtigtes Wahlpflichtfach werden soll, durchgeführt.

Ich persönlich befürworte die aktuelle Regelung, in der Ethik ab der 7. Jahrgangsstufe Pflichtfach ist und der jeweilige konfessionelle Religionsunterricht freiwillig als zusätzliches Fach belegt werden kann. Gerade in einer Stadt wie Berlin, in der es (im Gegensatz zu Fulda) keine dominierende Religion / Konfession gibt, ist es wichtig, dass Schülern mit verschiedensten Weltanschauungen in der Schule die Möglichkeit zum Austausch über ethische Fragen gegeben wird. In diesem Punkt widerspreche ich auch dem Autor eines ansonsten sehr guten Artikels im “vorwärts”.

Hoffen wir, dass die Berliner heute die richtige Entscheidung fällen, nämlich die, dass die aktuelle Regelung bestehen bleibt.

Update am Abend: Das Bürgerbegehren wurde abgelehnt.

Thomas

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2 Kommentare

  1. chroco sagt:

    Ich als getaufter Katholik habe auch in der 6ten Klasse in den Ethikunterricht gewechselt und kann von mir aus sagen, dass das eine der besten Entscheidungen in meiner Schullaufbahn war.
    Ethik lehrt nicht bloß Werte, die auch im Christentum vorkommen, sondern fordert Schüler auch dazu auf sich mit anderen Religionen oder Theorien namenhafter Philosophen auseinanderzusetzen – in meinen Augen ist das in unserer immer stärkeren Multi-Kulti-Welt wesentlich wertvoller als die Lehre einer einzigen Weltreligion.

  2. maxs89 sagt:

    Also ich durfte schon evangelischen, katholischen und ethischen Unterricht genießen. Und das obwohl ich nicht getauft bin. Daher kann ich für mich sagen, dass mir von den drei Unterrichtsfächern am meisten (wenn auch nicht sonderlich doll) Ethik gefallen hat.

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