Absurde Regelung – Erhöhte Mehrwertsteuer auf Grundbedürfnisse
Sonntag, 26.April 2009 von jpstroscher
Am Dienstag, 14. April 2009 kam in der Sendung Plusminus im Ersten ein Beitrag über die Neuregelungen für die Besteuerung diverser Produkte. Nachdem ich das gesehen habe, war ich doch etwas verdutzt, an welcher Stelle unser guter Staat Geld verdienen will.
Ich kann nicht nachvollziehen, warum die Mehrwertsteuer an derartig extenziell wichtigen Stellen (Trinkwasseranlagen, Schulessen) erhöht wird und im Gegenzug die Mehrwertsteuer für Luxusgüter bei 19% gleich bleibt. Diese Erhöhung sehe ich als unverhältnismäßig an. Dadurch wird wieder dazu beigetragen, dass finanziell schwächer aufgestellte Familien weiter belastet werden. Beispiel Schulessen: Es wird für finanziell schwache Familien immer schwerer ihren Kindern eine gute Schulausbildung zu gewährleisten, da neben Schulmaterialen jetzt auch noch die Kosten für die Verpflegung stärker ins Gewicht fallen. Man sollte sich lieber Gedanken machen, wie man die finanziell Schwachen entlastet und die finanziell Stärkeren belastet. Deswegen könnte man eine Art “Luxussteuer” einführen, z. B. eine Steuer für Anschaffungen ab einem bestimmten Preis x. Mit deren Hilfe könnten sowohl Gelder für den Staat als auch für finanziell Schwächere gewonnen werden.
Ihr könnt den Artikel bzw. den Videobeitrag ja selbst mal lesen bzw. anschauen und eure Meinung zu dem Thema posten.
http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,cxzwjdqd29wmasw4~cm.asp
Jan-Philipp
Tags: Fernsehen, Luxusgüter, Mehrwertsteuer, Schule










Aber dann wird doch mein Porsche noch teurer
Ne, Spaß. Bin absolut deiner Meinung.
Ich muss dir auch zustimmen, das ist soziale Ungerechtigkeit hoch 10. Es gibt zig andere Lebens- und Konsumbereiche in denen man die Steuern in Zeiten der Krise in die Höhe treiben kann, doch diese Regelung trifft offensichtlicher denn je die finanziell Schwachen. Grundbedürfnisse bleiben Grundbedürfnisse, und die muss jeder auch angemessen stillen können – ein Stückchen Luxus ist das worauf jeder verzichten könnte, auch wenn Max dann ein paar Tage länger auf seinen Porsche warten muss